Filmfest Augsburg 2001



WERKSCHAU ROLF LOSANSKY
beim Augsburger Kinderfilmfest 2001

ROLF LOSANSKY wird vom 28.11. - 02.12.01 auf dem diesjährigen Kinderfilmfest in Augsburg zu Gast sein.

Die Werkschau zeigt folgende Filme:

MORITZ IN DER LITFAßSÄULE
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DAS SCHULGESPENST
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ZIRRI - DAS WOLKENSCHAF
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FRIEDRICH UND DER VERZAUBERTE EINBRECHER
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Rolf Losansky wurde 1931 in Frankfurt an der Oder geboren. Nach einer Buchdruckerlehre, dem Besuch der Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF) und drei Semestern Medizinstudium ging er 1955 an die neugegründete Filmhochschule Potsdam-Babelsberg zum Regiestudium. Zwischen 1960 und 1962 arbeitet er im DEFA-Spielfilmstudio als Regieassistent u. a. bei Frank Beyer und Günter Reisch.

Seit 1962 ist er als Regisseur überwiegend im Kinderfilmbereich tätig. Er erhielt zahlreiche in- und ausländische Preise bei Kinderfilmfestivals, so in Gijon, Gottwaldov (Zlin), München, Gera, Chicago, Paris, Kairo und Peking.

Rolf Losanskys Weg zum Kinderfilm war gleichermaßen geradlinig wie kurvenreich. Während seines Medizinstudiums ging es ihm darum, unmittelbar etwas für seine Mitmenschen zu tun, doch er merkte bald, dass es ihm weniger um die Körper als um die Seelen geht. Und es ging ihm zunehmend um die Kinder. So arbeitete er im Ostberliner Pionierpark.

Er organisierte Neptunfeste und Rollerrennen und er moderierte als "Mäxchen Pfiffig" Unterhaltungsveranstaltungen. Hier hatte er auch seine erste unmittelbare Begegnung mit Filmarbeiten. Bevor er an die neugegründete Filmhochschule nach Babelsberg ging, half er Wera und Claus Küchenmeister bei der Suche für den Dokumentarfilm "Träumt für Morgen".
Nach Abschluß der Hochschule mit einer Examensarbeit über Wolfgang Staudte legte er 1962 mit "Das Geheimnis der 17" endlich seine erste eigenständige Arbeit vor. Eine Jungengeschichte voller Abenteuer, bei der noch viel didaktische Absicht spürbar war.

Mit seinem "Die Suche nach dem wunderbunten Vögelchen" profilierte er dann seine noch heute spürbare spezifische Handschrift. Nach einem Kinderbuch von Franz Fühmann schuf er mit seinem Freund Günter Mehnert einen spannenden Film volle Wunder.

Mit "Ein Schneemann für Afrika", "Der lange Ritt zur Schule", "Das Schulgespenst" und, vielleicht in der Rückschau als eine seiner wichtigsten Arbeiten, "Moritz in der Litfaßäule" prägte Losansky an entscheidender Stelle den Ruf der Babelsberger Kinderfilme mit. Kongenial verstand er es, auf Kinderbuchvorlagen von Christa Kozik, Peter Abraham und anderen Autoren aufzubauen.

Losanskys Erzählform ist nicht das Drama. Er vermittelt Spaß und er will Mut machen. Nebenher hofft er allerdings, auch bei Erwachsenen Nachdenklichkeit zu provozieren. Seine Filme, bei denen er gerne auf Elemente solch populären Genres wie der Komödie oder des Western zurückgreift, sind mit ihren moralischen Botschaften an keine konkrete Zeit gebunden. Mit jeder nachwachsenden Generation erleben sie eine neue Premiere.

"Zirri - Das Wolkenschaf" wurde 1992 Losanskys letzter Film bei der DEFA.

1996 fand er dann in Alexander Gehrke einen begeisterungsfähigen Produzenten, bei dem er als neuen Film "Der verzauberte Einbrecher" realisieren konnte. Zusammen mit Christa Kozik erarbeitete er auf de Grundlage einer literarischen Vorlage der Autorin erneut ein Drehbuch für eine höchst phantastische und heitere Geschichte. Quer zum Trend der Zeit entstand eine "Hommage an die Buchkunst", wie der Regisseur festgestellt wissen möchte.

1998 erfüllte sich Losansky zusammen mit Gabriel Ganschow den alten Wunsch, einen Märchenfilm zu machen und drehte "Hans im Glück". Ein schwieriger Stoff, gerade recht für ein Zeichen setzendes Alterswerk.

Nach Abschluß der Dreharbeiten arbeitet er am Theater und inszeniert in Gera und Altenburg "Zwerg Nase". Er leitet Drehbuchseminare, unterrichtet Schauspieler und stellt sich Jugendlichen, die selbst Filme produzieren als Mentor zur Verfügung. In einem Viedeofilm stellt er Gottfried August Bürger und dessen Beziehung zum Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt vor.

Auf seinem Schreibtisch liegen drei fertige Drehbücher für Kinderfilme und auch hier möchte er noch etwas tun.

Filmographie:

1963 Das Geheimnis der 17
1964 Die such nach dem wunderbunten Vögelchen
1967 Der Revolver des Korporals
1971 Euch wird ich`s zeigen
1974 ...verdammt ich bin erwachsen
1975 Blumen für den Mann im Mond
1977 Ein Schneemann für Afrika
1978 Achillesferse
1981 Der lange Ritt zur Schule
1983 Moritz in der Litfaßsäule
1985 Weiße Wolke Carolin
1987 Das Schulgespenst
1989 Abschiedsrisiko
1993 Zirri das Wolkenschaf
1996 Friedrich und der verzauberte Einbrecher
1998 Hans im Glück

 

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