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Filmfest Augsburg `02

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Filmtage Augsburg 2002
22. Augsburger Kinderfilmfest/
Augsburg Children´s Film Festival:
24.11. - 01.12.2002

Spielplan - Swing OmU
So, 24.11.02, 16.00 Uhr, Thalia
Mo, 25.11.02, 08.15 Uhr, Thalia
Do, 28.11.02, 10.30 Uhr, Thalia
So, 01.12.02, 10.30 Uhr, Thalia
So, 01.12.02, 19.00 Uhr, Savoy

Wettbewerb 2
Filme für Kinder ab 8

Swing OmU
Kurzbeschreibung
Als der 10 jährige Max den Gitarrenvirtuosen Miraldo

auf seiner Gitarre spielen hört, wird diese Musik, der Musikstil Jazz Manusch, zu seiner Leidenschaft. Miraldo wird sein Lehrer und durch ihn lernt er die Kultur der Sinti und Roma kennen. Besonders mit dem eigenwilligen Mädchen Swing erlebt er die spannendste Zeit seines bisherigen Lebens.

Manusch - Rom - Sinti -Roma
'Rom' (bedeutet wörtlich 'Mann', gemeint ist 'Mensch') wird als Sammelbegriff für Sinti, Roma und andere verwandte Gruppen verwendet.

Sie selbst bezeichnen sich auch mit dem Oberbegriff 'Manusch' (=Mensch),

um sich vom Namen 'Zigeuner' zu distanzieren, der von den Nationalsozialisten missbraucht wurde. Die größte Rom-Gruppe sind die Roma (ca. 90% aller Roms). Eine weitere große Gruppe sind die Sinti. 'Sinti- und Roma' wird in Deutschland auch als Sammelbegriff für alle Rom-Gruppen verwendet.

Swing OmU
Regie Tony Gatlif
Geboren am 10.09.1948. Zu seinen Vorfahren gehören sowohl Algerier als auch Zigeuner. Anfang der 60er Jahre wandert er nach Frankreich aus.

Nach einem Kunststudium nimmt er Schauspielunterricht. Engagements am Theater und in Fernsehproduktionen folgen. Rollen als Filmschauspieler. 1975 dreht er schließlich sein Erstlingswerk als Regisseur, LA TETE EN RUINES. Das Schicksal der Zigeuner thematisiert er immer wieder, der internationale Durchbruch gelingt ihm 1997 mit GADJO DILO.

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Swing OmU
Filmdaten

Land: Frankreich 2002
Originaltitel: Swing
Format: 35mm
Länge: 90 Min.
Regie: Tony Gatlif
Empfohlen: ab 10 Jahre
Darsteller: Oscar Copp, Lou Rech, Tchavolo Schmitt, Ben Zimet, Fabiène, Mandino Reinhardt; u.a.


Swing OmU
Die Musik
Swing! Swing? Ein Begriff mit solch einer Dynamik wurde lange nur mit dem Jazz "made in USA" und prägnanten Rhythmen verbunden. Doch schon seit einiger Zeit kann man ohne Übertreibung behaupten, daß der Jazz Manusch, begründet vom großen Gitarristen Django Reinhardt (1910-1953), nicht nur Teil der Sinti- und Roma-Kultur, sondern auch für sog. "gadjés", also für Nicht-Sinti oder Nicht-Roma, Bestandteil des Musikuniversums geworden ist.

Dieses Konzept des ‚Jazz Manusch' trifft heute auf ein breites Interesse, genauso wie der Flamenco.

Er wird nicht mehr als Randphänomen betrachtet, sondern wie eine spezifische Jazzrichtung anerkannt. Man mißt dem Jazz Manusch heutzutage Charme und Tiefe bei und dies über den Mythos von "Django" hinaus: diese Legende Kunst des großen Musikers, die allzu lange das Innovative der in den Schatten stellte, in die sich auch eine verwirrende Faszination für das Exotische der Figur mischte.

Dieser ungewöhnliche Musiker hat über ein schweres physisches Handicap triumphiert -

beim Brand seines Wagens im Jahre 1928 wurde ein Teil seiner linken Hand verstümmelt. Erst jetzt aber scheint man das große Talent dieses Improvisationskünstlers gänzlich wahrzunehmen.

Zwar steht der Jazz Manusch immer noch etwas am Rande des Jazz - aufgrund der eigenartigen chromatischen Schwingungen seiner Melodien, des lyrischen Dufts seiner Töne und dieser Gabe, Musik in einem populären Bereich entstehen zu lassen, wo es sie ansonsten kaum gibt. Diese Musik fasziniert mehr und mehr Seelen, die reine Musik verehren. Endlich entdeckt man große Solisten wie Joseph Reinhardt, die Brüder Ferret oder Tchantchou und Bousquet, während die Gesangwelt - nach den bekannten Beispielen von Trenet, Sablon, Montand, Verrières oder Mouloudji - sich wieder unter dem Einfluß der eigenartigen "Gypsienote" befindet, was man am Beispiel von modischen Bands wie Paris Combo oder San Severino, die heute im Trend sind, beobachten kann.

 




Kino von Moregn