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| Filmtage Augsburg
2002 |
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16.
Tage des unabhängigen Films/
Days of Independent Film:
24.11. - 30.11.2002 |
| Spielplan
- Japon |
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Mi,
27.11.02, 21.15 Uhr, Thalia
Sa, 30.11.02, 23.00 Uhr, Savoy |
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Japon
Beschreibung |
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Japón handelt von einem völlig frustrierten
Mann aus der Großstadt, der sich in einen entlegenen
Canyon zurückzieht, um sich umzubringen. Er findet
Quartier bei Ascen, einer über 70 Jahre alten Frau.
Entgegen seinen Absichten beginnt sein Interesse an
den Dingen, die ihn umgeben, wieder zu erwachen, und
auch seine Sexualität wird neu entfacht.
Er bittet die alte Frau, mit ihm zu schlafen. In ihrer
Güte und ihrem Bestreben, dem verzweifelten Mann
zu helfen, willigt sie ein. Das Unternehmen schlägt
zwar fehl, aber allmählich begreift der Mann, dass
es die Menschlichkeit dieser einzigartigen alten Frau
ist, die es ihm ermöglichen könnte, ins Leben
zurückzukehren. Eine biblische Geschichte über
Liebe und Erlösung, eine mächtige Erzählung
mit einem Höhepunkt, der eine der außergewöhnlichsten
Sequenzen des internationalen Kinos darstellt.
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Japon
Filmdaten |
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Land: Mexiko/ Spanien
2002
Format: 35mm
Länge: 112-143
Min.
Sprache: Spanisch,
Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Carlos Reygadas
Darsteller: Alejandro
Ferretis, Magdalena Flores , Yolanda Villa, Martín
Serrano , Rolando Hernández, Bernabé Pérez
, Carlos Reygadas Barguín, Fernando Benítez
u.a.
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Japon
Regie: Carlos Reygadas |
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Geboren 1971 in Mexiko City. Studiert Recht in Mexiko
City und London, zieht dann nach Brüssel und beginnt
1998, Kurzfilme zu drehen. 2000 kehrt er nach Mexiko
zurück, um sein ambitioniertes Projekt Japón
in Angriff zu nehmen. Der Film erregt bei seiner Premiere
auf dem Festival in Rotterdam und in Cannes großes
Aufsehen.
Reygadas drehte mit Laienschauspielern, Freunden und
den Campesinos, die ein Dorf am Boden des Canyons bewohnen
und sich manchmal vor laufender Kamera darüber
austauschen, dass die Kamera läuft. Das Budget
war gering, das Format Cinemascope, und die Kamera gefällt
sich darin, aus langsamen Bewegungen, Schwenks, 360-Grad-Drehungen
und Luftaufnahmen einen eigenen Raum entstehen zu lassen.
Japón vertraut auf seine Bilder und auf seine
Tonspur und macht dabei alles richtig. Spricht man mit
Carlos Reygadas, merkt man, dass er sich wohlfühlt
in seiner Rolle als Wunderkind. Er ist überzeugt
von seinen ästhetischen Konzepten, von der Reduktion
auf das Visuelle, von der Absage ans Erzähl- und
Illusionskino. "Meine Produktionsfirma heißt
NoDream Cinema, weil ich DreamWorks hasse!" (Cristina
Nord)
Die männliche Figur hat keinen Namen, aber viele
Eigenschaften, die wir alle haben, vor allem Selbstsucht.
Der Mann ist so abstrakt wie die Idee, die ihn leitet:
seinen Selbstmord vorzubereiten. Die Frauenfigur hingegen
hat einen schönen Namen, Ascen, und auch sie hat
etwas, was wir alle haben, vor allem Großzügigkeit.
Sie ist so konkret wie die Kakteen, die Berge und die
Bauern um sie herum. Ascen und der Mann sind Antagonisten,
aber nicht so, dass sie verschiedene Archetypen repräsentieren.
Ich denke, wir können uns mit beiden gleichzeitig
identifizieren. (Carlos Reygadas)
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