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Die Geschichten über die Kinder aus Golzow, der
längsten Langzeitdokumentation in der Filmgeschichte,
gehen weiter. "Held" dieses Beitrages ist
Jochen aus Philadelphia, Landkreis Oder/ Spree. Zusammen
mit den Regisseuren blickt er auf sein Leben zurück.
Vom ulkigen, dicken Lausbuben auf der Schulbank, über
seine Ausbildung zum Melker bis hin zur Wiedervereinigung
und Arbeitslosigkeit, reichen die Stationen.
Mit einer guten Portion Phlegma ausgestattet, kommt
Jochen, "der kleine Trottel", wie ihn seine
Mutter liebevoll bezeichnet, um die Mitgliedschaft bei
SED und FDJ herum.
Als Grenzsoldat an der Mauer und als Melker in seinem
Betrieb, fällt es ihm schon schwerer sich nicht
verbiegen zu lassen, und seinen eigenen Weg zu gehen.
Dass er seinen Dickkopf hat, zeigt sich an seiner Entscheidung,
seine Liebe Manuela gegen die Widerstände von Staat
und Manuelas Familie zu heiraten, und mit ihr eine Familie
zu gründen. Ein Zeitdokument, ein Schicksal eines
Menschen, wahrhaftig und frei von jeglicher Rührseligkeit.
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