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Filmfest Augsburg `02

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Filmtage Augsburg 2002
16. Tage des unabhängigen Films/
Days of Independent Film:
24.11. - 30.11.2002

Die beiden Kurzfilme laufen im Vorprogramm bei verschieden Veranstaltungen.

2 Kurzfilme
Beschreibung

OH BESCHÜTZER DER GAZELLEN

Originaltitel: Ja samen-e ahu
Regie: Parwis Kimiawi
Kamera: E. Emami
Schnitt: M. Rabbaninedschad
Produktion: Iranisches Fernsehen, Iran 1970, 25 Min., 16mm
Verleih für D, CH und A (16mm, VHS) + Vertrieb Europa: R. Richter, Bern,
Tel. + Fax: +41-31-371 32 72, e-mail: robert.richter@datacomm.ch

Bildstarker Essay über Glanz und Elend des Irdischen. Der jahrelang schubladisierte Meilenstein der iranischen Dokumentarfilmgeschichte zeigt den Alltag
von Gläubigen in der Pilgerstätte Imam Resas (achter Imam der Schiiten) in der nordostiranischen Stadt Maschhad. Während wir um ein besseres Leben bettelnde Menschen sehen und hören, führt uns die Kamera ins prachtvolle Innere des Heiligtums, zu dem die Menschen eilen wie Gazellen zur
Wasserstelle. Doch das Leben der Gläubigen, die auf Hilfe hoffen und warten, erfährt keine Veränderung.

Über den Filmautor:
Parwis Kimiawi, geboren 1939, studierte Fotografie und Film an der IDHEC in Paris. Danach arbeitete er für das französische Fernsehen ORTF. In Iran drehte er Kurzfilme, darunter "P wie Pelikan" (1972), später die Spielfilme "Die Mongolen" (1973), "Der Steingarten" (Silberner Bär an der Berlinale
1976) oder "Iran ist meine Heimat" (1998).



2 Kurzfilme
Beschreibung


SOLITUDE OPUS 1


Originaltitel: Tanha-je awal
Regie, Schnitt, Ton: Kamran Schirdel
Kamera: Kamran Schirdel und Siamak Purafschar
Produktion: Filmgrafic Co., Kamran Schirdel, Iran 2001, 19 Min., Beta
Vertrieb und Verleih (alle Länder): R. Richter, Bern, Tel. + Fax: +41-31-371
32 72, e-mail: robert.richter@datacomm.ch

Warten auf Godot auf der Insel Kisch im Persischen Golf. Ein gebrechlicher Mann um die achtzig glaubt, er sei noch immer zuständig für die Bewachung einer längst aufgegebenen Anlage zur Gewinnung von alternativer Energie. Schirdels Film ist ein poetischer Diskurs über das Wort, das Bild und die Einsamkeit. Am Anfang des Films steht das Wort, das einer Werbebotschaft gleich die Wirklichkeit beschönigt und von den Bildern desavouiert wird. Die Bilder sind eine Hommage an den iranischen Filmautor Sohrab Schahid-Saless.

Über den Filmautor:
Kamran Schirdel, geboren 1939 in Teheran, studierte Architektur und in Rom Filmregie. In den Sechzigerjahren drehte er sozialkritische Dokumentarfilme, die zu Schah-Zeiten verboten und bis in die späten Neunzigerjahre unter Verschluss gehalten wurden, darunter "Frauengefängnis" (1965), "Frauenviertel" (1966/80) oder "Die Nacht, in der es regnete" (1967/79). Schirdel gehört zu den Vaterfiguren des iranischen Dokumentarfilms.



Kino von Moregn