Eine Liebesbeziehung nähert sich dem Ende. Dies obwohl
Krytof und Tereza spüren und wissen, wie nahe
sie einander stehen und wie wesentlich ihre Liebe zueinander
ist. Der dreiundvierzigjährige Krytof, ein
erfolgreicher Architekt, ist es müde, sich mit Kunden
herumzuschlagen, denen es an gutem Geschmack fehlt. Im
Geheimen trifft er sich regelmässig mit der Geliebten
Renata.
Eigentlich aber möchte Krytof mit seiner wesentlich
jüngeren Lebenspartnerin Tereza wegfahren, damit
sie endlich wieder Zeit füreinander hätten.
Und Tereza leidet unter der Vorstellung, Krytof
liebe die Frau, die er in Tereza sehe, nicht aber die
Frau, die Tereza wirklich ist.
Der am tschechischen Filmfestival Finale Pilsen mit dem
Hauptpreis ausgezeichnete "Parallele Welten"
zeichnet sich durch ein präzises Drehbuch und durch
stimmige Bilder aus, die äusserst genau die heftigen,
aber immer flüchtigen Gefühlsstimmungen im Leben
von Krytof und Tereza spiegeln. In der Geometrie
bedeutet parallel, dass sich zwei Linien nie kreuzen.
Treffen sich auch die Lebenswege zweier Liebender nie
wirklich? Ist das Gefühl von Liebe nur eine Illusion,
eine von uns stetig gesuchte Täuschung, mit der wir
die Einsamkeit zu übertünchen suchen? (rri)
Parallele
Welten
Filmdaten
Land: Tschechien
2001 Originaltitel: YParalelní
svêty Format: 35mm Länge: 98 Min. Sprache: Tschechisch,
Original mit Untertiteln Regie: Petr Václav Darsteller: Lenka
Vlasáková, Karel Roden, Gabriela krabáková
u.a..
Parallele
Welten
Regie: Petr Václav
Der 1967 geborene Petr Václav schloss 1995 das
Studium an der Dokumentarfilmabteilung der Filmhochschule
FAMU ab. Er drehte verschiedene Dokumentarfilme, darunter
"Face of Zizkov" und "Madame Le Murie".
1996 erhielt er für seinen Spielfilmerstling "Marian"
am Filmfestival Locarno den Silbernen Leoparden.
Filme:
"Marian" (1996)
"Parallele Welten" (2001)
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16. Tage des unabhängigen Films: Parallele
Welten