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| Einleitung |
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FILMTAGE AUGSBURG
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Die Welt ist zu Gast in Augsburg
Traditionell steht die letzte Novemberwoche in Augsburg
ganz im Zeichen des Films.
Die FILMTAGE AUGSBURG zeigen, was los ist in der Welt
in Sachen Film. 3 Festivals unter einem Dach, da gibt’s
für alle was zu gucken:
Das 23. AUGSBURGER KINDERFILMFEST
macht den Anfang mit der deutschen Premiere des schwedischen
Films Zwei kleine Helden
in Anwesenheit der beiden kleinen Hauptdarsteller.
Aus Israel, Schweden, Österreich, Iran, Dänemark,
Kanada und Deutschland kommen Geschichten vom „Anders
sein“, unmöglichen Freundschaften, von Gespenstern
und Mutanten, starken Mädchen, Drachenfliegern
und grünen Leguanen.
Wie immer bietet das Kinderfilmfest Schulvorstellungen
am Vormittag und viele interessante Gespräche zu
den Filmen mit Regisseuren und Kinderdarstellern.
Kino zum Anfassen also. Die Jury stellt heuer das Neusäßer
Justus - von Liebig-Gymnasium mit der Klasse 7b.
Am 24.11.folgen die 17. TAGE
DES UNABHÄNGIEN FILMS. "In America"
- heißt der diesjährige Länderchwerpunkt.
Neben der Werkschau Michael Moore versammelt „In
America“ eine bunte und überraschende Auswahl
von „Independent Cinema“ und Gästen
aus den Staaten. Zum Start und in deutscher Erstaufführung:
Horns an Halos - die
wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Bush-Biographie.
Der zweiter Länderschwerpunkt - Fokus
Iran bringt aktuelles Kino und vier iranische
Regisseure nach Augsburg.
Junges Kino aus Europa ist die dritte Säule der
FILMTAGE: neben Kinohits unserer Nachbarstaaten, sind
Erstlingswerke junger Regisseure zu entdecken.
Zur Eröffnung
präsentiert das Festival „ein Märchen
aus der Wirklichkeit, aufrichtig, spannend, unterhaltsam
und nachhaltig beglückend!“: 7
Brüder - in Anwesenheit des Regisseurs Sebastian
Winkels und der sieben Brüder. „Unbedingt
ansehen!“ (Der Spiegel).
„Kurz und Gut“ heißt es dann ab 27.11.,
wenn das 12. KURZFILMWOCHENENDE
beginnt. Das Publikum ist wie immer die Jury, wenn über
80 verschiedene „Kurze“ über die Leinwand
laufen. Darunter wieder die „Beerenauslese“
der Internationalen Festivalpreisträger ...und
Schwarzbräu
stiftet den Publikumspreis.
Sicher die charmanteste „Sektion“ der FILMTAGE
ist KINO VON MORGEN
- Cinema of Tomorrow , hier treffen sich junge Filmmacher
aus vielen Ländern um miteinander und von einander
zu lernen und ihre eigenen Arbeiten einem neugierigen
Publikum vorzustellen. Entdeckungen inbegriffen: Hans
Christian Schmid (Crazy) hat hier vor Jahren seinen
ersten Kurzfilm gezeigt.
Und wenn sich zu später Stunde im "Cafe
Filmriss im Thalia" viele Sprachen mischen,
unterschiedlichste Menschen sich angeregt unterhalten
und bei Live-Musik von den (Film-) Abenteuern des Tages
entspannen, dann sind die FILMTAGE in der Stadt.
Organisation und Festivalleitung:
Franz Fischer und Ellen Gratza
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Timetable
Filmtage Augsburg 2003 |
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Augsburger Kinderfilmfest/
Augsburg Children´s
Film Festival:
23. November - 30. November 2003
17. Tage des unabhängigen
Films/
Days of Independent Film:
24. November - 30. November 2003
12. Augsburger Kurzfilmwochenende/
Short Film Weekend Augsburg:
27. November - 30. November 2003
13. Internationales Symposium
"Kino von Morgen"/
International Conference of
Film Students "Cinema of Tomorrow":
24.11.- 30.11.2003 |
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Filmtage Augsburg 2004 -
die Termine:
24. Augsburger
Kinderfilmfest
21. November - 28. November 2004
18. Tage des unabhängigen Films
22. November – 28. November 2004
13. Augsburger Kurzfilmwochenende
25. November – 28. November 2004
14. "Cinema of Tomorrow"
Internationales Arbeitstreffen junger Filmstudenten
und Filmemacher
22. November – 28. November 2004 |
Der Zuschauerpreis beim 12. Kurzfilmwochenende
Augsburg geht an:
OPUS
Deutschland 2002, 15 Min., Farbe, 35 mm, Regie: Frieder Wittich,
Produktion: HFF München
Der Kurzfimpreis wurde gestiftet von:
Der Gewinnerfilm
"23. Kinderfilmfest Augsburg"
Die Kinderjury prämiert
"Tinke"
Begründung:
Tinke hat keine Eltern mehr. Sie sind einsam und krank im Ödland
gestorben und deshalb lebt sie wild und allein im Wald. Dort
wird sie von dem gleichaltrigen Hirtenjungen Larus gefunden.
Er nimmt Tinke auf den Hof seines Herrn mit. Die Bäuerin
will das Mädchen als Küchenhilfe behalten, mit dem
Hintergedanken sie als lang erwünschte Tochter aufzunehmen.
Doch Tinke will zu ihren Großeltern, die sie mit Hilfe
eines Medaillons ihrer Mutter finden will.
Im Laufe der nächsten Tag befreundet sie sich mit dem schwer
behinderten Sohn der Bäuerin an, den alle wegen seiner
Größe und Kraft für gefährlich halten.
All das sieht der geizige Bauer ungern und besteht darauf sie
zum Landvogt und ins Arbeitshaus zu schicken. Mit Hilfe des
Landvogtes findet man ein älteres Ehepaar, die einen Gutshof
besitzen und deren Tochter im Streit weggelaufen ist um einen
jungen Mann aus armen Verhältnissen zu heiraten. Sind das
Tinkes Großeltern?
Stur weigert sich der Gutsbesitzer Tinke als Enkelkind zu akzeptieren
und fordert viele Streitereien heraus. Erst als er das Medaillon
sieht, erlaubt er Tinke auf seinen Hof zu kommen. Doch sie entscheidet
sich für das Leben bei der armen Familie ihres Vaters,
die sie herzlich und unvoreingenommen aufgenommen haben.
Alle Schauspieler haben sehr überzeugend gespielt. Beispielhaft
nenn wir hier das wölfische Knurren der Hauptdarstellerin
Sarah Juel, das immer anzeigt, dass sie wütend ist und
bereit dazu, denjenigen anzugreifen, der ihr in die Quere kommt.
So eine Situation koste den Bauern schon einmal beinahe seine
Nase.
Wunderschöne Landschaftsbilder und eine Musik, die die
Einsamkeit und Traurigkeit der Personen unterstreicht, sind
uns aufgefallen. Besonders aber die Handlung hat es uns angetan.
Sie ist sehr glaubwürdig und realistisch.
Gut dargestellt wird der Kontrast zwischen Arm und Reich. Tinkes
Leben ändert sich grundlegend, als sie von der dreckigen
Holzhütte im Ödland auf den einfachen Bauernhof und
dann in das Gutsschloss zieht. Aber wo sie auch ist, sie folgt
immer ihren Gefühlen. So wird auch ihr Umgang mit einem
geistig behinderten Menschen sehr ergreifend dargestellt. Damit
regt der Film stark zum Nachdenken an. Doch auch Humor, Unterhaltung
und Spannung kommen nicht zu kurz.
Der Film ist einfach total ergreifend. Darum wurde er von uns
als bester Film der Kinderfilmprogramms ausgewählt.
Zwar läuft der Film am 24.12. in der ARD. Dennoch finden
wir es schade, dass er keinen Verleih gefunden hat, der ihn
in die Kinos bringen will. Wir wollen dort ehrliche Geschichten
sehen, Geschichten zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken,
Geschichten wie eben Tinke.
Wir wollen in diesem Zusammenhang noch zwei Filme hervorheben,
die auch keinen Kinoverleih gefunden haben, bei uns aber auf
Platz zwei und drei der Jurywertung landeten: Auch Elina (Platz
drei) erzählt von einem starken Mädchen, das sich
durchsetzen muss, hier gegen eine hartherzige Lehrerin, die
nur ihre Regeln im Kopf hat. Wir konnten uns in die Personen
gut hineinversetzen und fanden die Geschichte aus Nordschweden
sehr gelungen und äußerst interessant. Wir fanden
es toll, dass der Film zeigt, wie ein Mädchen mit ihrer
Zielstrebigkeit und Ehrlichkeit auch Erwachsene von ihren Fehlern
überzeugen kann.
Platz zwei belegte "Wer küsst schon einen Leguan’.
Dass hier ein Tier – der Leguan Mickey – symbolisch
für die Gefühle des Hauptdarstellers stand, fanden
wir sehr einfallsreich. Eine unserer Lieblingsszenen war, als
die zwei menschlichen Hauptdarsteller – gefilmt in Vogelperspektive
- auf dem Dach eines Hochhauses lagen und sich dort näher
kamen. Am 1.1.2004 läuft der sehenswerte, lehrreiche, spannende
und realistische Film im Kinderkanal. Schauen Sie ihn sich alle
an. Trotzdem wünschen wir uns auch, dass dieser Film eine
Chance auf einen Kinoverleih bekommt.
Die Kinderjury
Neusäßer Justus-von Liebig-Gymnasium
Klasse 7b
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Augsburg
Schroeckstr. 8
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Fax.: 0821 / 15 55 18
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