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ZU SEHEN AM
Di, 25.11. - 19.00 Uhr im Thalia
Ein neues Portrait der „Kinder von Golzow“.
1962 begann das längste filmische Protrait der
Kinogeschichte, mit der Einschulung der Erstklässler
aus dem kleinen Städtchen Golzow im Oderbruch.
Was ist aus ihnen geworden – aufgewachsen in der
DDR – Wende – Neuorientierung... zB. Aus
Bernd...
Bernhard Oestreich, Protagonist des achten Golzow- Einzelportraits
ist ein nachdenklicher und doch pragmatischer Mensch,
der die Veränderungen in seinem Leben abwägt.
Schon als Schüler zog er praktische Arbeit dem
Büffeln fürs Abitur vor und bereut bis heute
nicht, nach der 10. Klasse im Petrolchemischen Kombinat
(=PCK) die Lehre begonnen zu haben. Heute arbeitet er
dort als Meister; sein Arbeitgeber, umbenannt in PCK
Raffinerie GmbH, bietet bislang relativ sichere Arbeitsplätze.
Von Träumen und dem kleinen alltäglichen Glück,
aber auch von individuellen und gesellschaftlichen Sorgen
und den Lebensbedingungen dreier Generationen erzählt
diese neue Dokumentation.
Regisseur Winfried Junge zeigt, wie Bernd Lebenssituationen
vielschichtig reflektiert und nicht zu eindimensionalen
Interpretationen neigt. So beschreibt Junges neuestes
Portrait auch ungeschönt die Sorgen und Nöte,
die Bernds Ehefrau Petra jetzt mit ihrer Berufstätigkeit
verbindet. Die Töchter, anfangs glücklich
darüber, mehr Zeit mit der Mutter verbringen zu
können, leben mittlerweile ihr eigenes Leben in
Berlin und Hamburg. Weil die Oestreichs stets Familiensinn
bewiesen, haben sie gemeinsam die großen Veränderungen
bewältigt. So vermittelt die individuelle Perspektive
dieses Einzelportraits sehr persönliche Einblicke
in mehr als 40 Jahre deutsch-deutschen Familienlebens.
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