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ZU SEHEN AM
Mo , 24.11. - 20.00 Uhr im Mephisto
Mi , 26.11. - 17.00 Uhr im
Mephisto
Sieben Brüder, geboren in Mülheim an der Ruhr
zwischen 1929 und 1945. In der magischen Stille eines
dunklen Filmstudios verweben sich ihre Erzählungen
zum faszinierenden Familienuniversum, in dem sich deutsche
Geschichte auf außergewöhnliche Weise spiegelt.
Ein dokumentarisches Ereignis, das die Zuschauer gleichsam
zum Teil der Erzählung werden lässt. 7 Brüder
ist Erzählkino im besten Sinne: ein Märchen
aus der Wirklichkeit, aufrichtig, spannend, unterhaltsam
und nachhaltig beglückend.
Wie wird man zu dem, der man ist? Was ist das, ein Bruder,
eine Familie? Wie spannend und komplex muss die Gemeinschaft
gewesen sein, die sieben Brüder unter einem Dach
geteilt haben? 7 Brüder erzählt von den individuellen
Wahrnehmungen des gemeinsam Erlebten, vom Gleichen und
Ungleichen, das aus den familiären Wurzeln hervorgegangen
ist.
Im Spannungsfeld von Geschichte und Eigensinn, Gemeinsamkeit
und Selbstbehauptung zeugen sieben Lebenswege von einer
Generation, deren Kindheit zur Stunde Null endete bzw.
gerade erst begann. Ihre Biographien entwickeln sich
in eigene Richtungen: Kaufmann, Bäcker, Musikprofessor,
Schauspieler, Manager, Lehrer. Die enge Verbundenheit
der Brüder bleibt, über alle Unterschiede
der Lebensentwürfe hinweg.
Gedreht wurde an sieben aufeinander folgenden Tagen
– ein Tag für jeden Bruder. Im Filmstudio
wurde ein eigener Erzählraum geschaffen, der sich
unendlich auszudehnen scheint und eine gemeinsame Situation
für Erzähler und Zuschauer schafft. Regisseur
Sebastian Winkels gab seinen Protagonisten keine Themen
vor und stellte keine Fragen. Allein der freien Erzählung,
der unbedrängten Erinnerung der Brüder gilt
die Aufmerksamkeit, die sich aus einer Atmosphäre
der absoluten Stille entwickelt. Aus den sieben Einzelporträts
wird ein Austausch unter Brüdern, in dem sich Gleiches
und Ungleiches, Gesagtes und Nicht-Gesagtes zum Bild
einer großen, gemeinsamen Erzählung verbindet.
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