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Filmtage Augsburg 2003

17. Tage des unabhängigen Films/
Days of Independent Film:
24. November - 30. November 2003

Pssst! (Tishe!)

>> ZU SEHEN AM
Do, 27.11. - 21.45 Uhr im Savoy
So, 30.11. - 20.00 Uhr im
Stadtwerkesaal (Hoher Weg)


Nominiert für den Europäischen Filmpreis 2003.
Der Film läuft im Anschluss an die Filmtage im regulären Kinoprogramm in Augsburg.

St. Petersburg.
Eine Frau sammelt frisch gefallenen Schnee,
Strassenwischerinnen wirbeln Staub auf
und das Liebespaar stolpert in die Pfütze.
Eine Chronik des Absurden.

Während eines Jahres filmte Kossakowski, was sich vor dem Fenster seiner Wohnung in St. Petersburg abspielte, wobei er den Regeln des Zufalls folgte. “Tishe!” (Pssst!) ist inspiriert von E.T.A. Hoffmanns Novelle „Meines Vetters Eckfenster“ aus dem Jahr 1822. Diese erzählt von einem gelähmten Mann, der nichts anderes zu tun hat, als das Alltagsleben unter seinem Fenster zu beobachten. Allerdings sagt Kossakowski auch gerne, das erste Bild der Geschichte der Fotografie von Nicéphore Niépce aus dem Jahr 1826 habe ihn zu diesem Film veranlasst.

Die Jahreszeiten kommen und gehen wie die Passanten, die Tage und Nächte geben dem Raum sein je anderes Gesicht, der Strassenbelag wird durch geplatzte Wasserleitungen aufgebrochen, und Arbeiter beheben regelmässig die Schäden. Anhand von scheinbar belanglosen Ereignissen lädt uns der Filmemacher bis zur letzten – wunderbaren – Szene zu einer Offenbarungsfeier des Alltags ein.
“Tishe!” (Pssst!) ist eine realistische Komödie, deren besonderer Reiz darin liegt, dass sie sich in eine mit dem Surrealismus flirtende, abstrakte Erzählung verwandelt. So öffnet sich denn das Fenster in dieser Strasse in St. Petersburg, der Stadt mit der strahlenden Vergangenheit und der chaotischen Gegenwart, auf zahlreiche andere Strassen der ganzen Welt.

Jean Perret, Visions du Réel 2003


Anmerkungen des Filmautors

„Während des Drehs spürte ich, dass ich das Glück hatte, mich selbst zu sein, weil ich tat, was ich am liebsten tue: interessante oder schöne Dinge beobachten. Du weisst nie, was geschehen wird. Du nimmst die Kamera, schaust zum Fenster hinaus und vielleicht geschieht in der nächsten Sekunde etwas Fantastisches, vielleicht auch nicht. Du gibst Dich dem Zufall hin, Deinen Gefühlen und Deiner Intuition. Ein Film sollte die Gedanken und Gefühle vermitteln, die Du während des Filmens gegenüber Deiner Umwelt hast. Weisst Du im voraus, was Du sagen willst, dann gibt es keinen Grund, einen Film zu machen.“

Wiktor Kossakowski


Pressestimmen

„Achtzig Minuten reine Poesie. Ein Abbild des Lebens. Nachdenken über das Leben.“
Lars Movin, DOX Documentary Film Magazine, Kopenhagen

„Unter dem Blick von Kossakowski, der dem Buster Keaton ähnelt, erscheint die Welt als absurdes Strassentheater mit metaphysischen Fallgruben. Ein minimalistisches Meisterwerk.“
Thomas Allenbach, Der Bund, Bern

„Was Iosseliani an Absurdität inszeniert, hier ist es Dokument, ‚Rear Window’ zur Vorderfront hinaus.“
Peter W. Jansen, Filmbulletin, Winterthur

„Der Dokumentalist liebt die Sensation des Alltäglichen. Gestalten und Situationen evozieren Geschichten zwischen Poesie und Rohheit.“
Regula Heusser-Markun, Neue Zürcher Zeitung, Zürich

 

>> English

Nominated for the European Film Award 2003.

A street in St. Petersburg:
An elderly woman collects freshly fallen snow,
street sweepers stir up the dust and
two young lovebirds stumble and fall into a puddle.
A chronicle of the absurd.

Over a period of one year, Kossakovsky has filmed the events that took place under the window of his St. Petersburg apartment, according to rules that were essentially determined by chance.
“Tishe!” (Hush!) is inspired by the short story “My Cousin’s Corner Window”, written by E.T.A. Hoffmann in 1822, the story of a paralysed man who uses his vast amounts of spare time to observe everyday life through his window. Victor Kossakovsky also likes to explain that the idea for his film was triggered off by the world’s first photography, taken by Nicéphore Niépce in 1826 from a window of his house in France.
In “Tishe!” (Hush!), the seasons and the passers-by come and go, day and night transform the scenery, pipe problems cause the asphalt to burst, and workers regularly come by to patch up the damage. Taking us through apparently trivial little scenes all the way to the last one, which is truly astonishing, the filmmaker produces a true epiphany of everyday life.

“Tishe!” (Hush!) is a realistic comedy that becomes an abstract and almost surrealist tale. The window no longer opens onto a street in St. Petersburg, that city with a grand past and a chaotic present, but onto all streets in the world.
Jean Perret, director of Visions du Réel film festival 2003


Director’s Statement

“During the making of the film, I felt I was really being given the chance to be myself, because this time I’m only doing what I like doing best, which is observing interesting or beautiful subjects. You never know what will happen. You pick up your camera and look out of the window, and maybe something fantastic will happen in the next second, maybe not. You give yourself up to chance and your emotions and your intuition. A film ought to consist of everything you think and feel about the world at the time you’re making the film. If you know in advance what you want to say, there’s no reason to make a film.”

Victor Kossakovsky

 



 

Pssst! (Tishe!)
Filmdaten

Regie, Kamera, Schnitt, Produktion:
Wiktor Kossakowski
Musik: Alexander Popow, Tatiana Melentiewa Ton: Iwan Gusakow, Wiktor Kossakowski

Mit Unterstützung des Jan Vrijman Fund (IDFA) Russland 2002, 80 Min., Farbe

Festivalpreise: Visions du Réel 2003, Dokumentarfilmfestival München 2003, Montreal International Festival of New Cinema 2003 u.a.
Verleih Deutschland, Österreich, Schweiz: Robert Richter, T+F: +41-31-371 32 72, robert.richter@datacomm.ch


Pssst! (Tishe!)
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Bild 1

Medieninfo: Tische (MS Word Dokument)

Bild ist Eigentum und ©,®,™ des jeweiligen Filmverleihs.

 

 

 

 

 

 

Pssst! (Tishe!)
Credits

Director, camera, editing, production:
Victor Kossakovsky
Music: Alexander Popov, Tatiana Melentieva Sound: Ivan Gusakov, Victor Kossakovsky

With the support of the Jan Vrijman Fund (IDFA) Russia 2002, 80 min., Beta, colour

Awarded at many film festivals such as Visions du Réel, Nyon; Documentary Film Festival Munich; Montreal International Festival of New Cinema a.o.
Distribution in Germany, Switzerland and Austria: Robert Richter, robert.richter@datacomm.ch


 

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