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ZU SEHEN AM
So , 30.11. - 19.00 Uhr im Savoy
zusammen mit dem Film:
The New Patriots
Jane Fonda war in den ausgehenden sechziger Jahren die
Sex-Ikone der Protestbewegung. In The Weather Underground
sieht man sie zu Beginn bei einer politischen Demonstration.
Mit Bildern wie diesem und bisher wenig bekanntem Archivmaterial
bringen die Regisseure Sam Green und Bill Siegel in
schnellen Strichen das Bild der Zeit nach dem Summer
of Love ins Gedächtnis zurück: der Mord der
Hells Angels beim Rolling-Stones-Konzert, die Überfälle
der Manson-Bande, die Bilder vom Massaker aus My Lai,
das Opfer des Überfalls der amerikanischen Bundespolizei
auf eine Gruppe von Black-Panther-Aktivisten.
Für die Radikalisierung der Kriegsgegner gab es
eine Fülle von Anlässen. The Weather Men nannte
sich die Gruppierung, die Green und Siegel hier porträtieren.
In einer Weise, die nach dem 11. September 2001 nicht
mehr möglich scheint die Interviews wurden zum
allergrößten Teil davor geführt berichten
die Aktivisten von damals von ihrem Gang in den Untergrund,
vom Versuch, den Krieg mittels Bombenattentaten nach
Amerika zu tragen. Im Unterschied zu vergleichbaren
Bewegungen in Europa war es ihnen wichtig, keine Menschenopfer
zu verursachen. The Weather Underground zeigt ein doppelt
unbekanntes Amerika: die Entschlossenen von damals,
die reifer, aber keineswegs reumütig von ihrer
Zeit im Untergrund erzählen, und eine Gegenwart,
in der sie, für deutsche Verhältnisse unvorstellbar,
zum großen Teil gutbürgerliche Existenzen
als Hochschullehrer führen. (Barbara Schweizerhof)
SAM GREEN
Wächst in Minneapolis auf. Mitarbeit an zahlreichen
Dokumentarfilmen, u. a. Hoop Dreams (Steve James, 1994).
Lebt und arbeitet in Chicago.
BILL SIEGEL
Filmstudium an der University of California, Berkely.
1997 wird sein Dokumentarfilm The Rainbow Man/John 3:16
beim Internationalen Filmfestival in Sundance gezeigt
und erfährt weltweit Anerkennung. Seine letzte
Arbeit, Pie Fight 69 (2001), gewinnt ebenfalls zahlreiche
Auszeichnungen. Sam Green lebt in San Francisco.
>> English
In 1969, a radical splinter group broke off from SDS
(Students for a Democratic Society), convinced that
only militant action could end racism, the war in Vietnam
and the inequalities they felt inherent in a capitalist
society. The Weather Underground engaged in numerous
bombings (and failed bombings) that landed them on the
FBI’s Most Wanted list. Today - in light of a
new age of terrorism - former members as well as their
critics look back on the ’70s and reflect on what
they did and why they did it.
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