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| Filmfest
Augsburg 2004 |
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24.
Augsburger Kinderfilmfest/
Augsburg Children´s Film Festival: Das
24. Augsburger Kinderfilmfest findet dieses Jahr vom So,
06.03. - So, 13.03.2005 statt. |
Hin
und Her
Einmal die Eltern wechseln! (Ab 6 Jahre) Filmbeschreibung
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Mit
leichter Hand inszeniert erzählt die Regisseurin
der beiden »Tsatsiki«-Filme eine Geschichte
über moderne Familien aus der Sicht der Kinder. Die
FAZ urteilte: "Furios und witzig".
Martin und Julia sind mit ihrer Welt überhaupt nicht
zufrieden. Sie sind beide Kinder geschiedener Eltern und
hassen es, mit dem Flugzeug zwischen ihren Eltern hin
und her pendeln zu müssen, zumal die Wochenendbegegnungen
nie ohne Konflikte abgehen. Julia, deren Mutter einen
Mann mit Tochter heiraten will, glaubt sowieso, dass ihre
Mutter sie jetzt nicht mehr liebt.
Und Martin hat immer Krach mit seinem Vater, weil der
offenbar lieber einen Rabauken zum Sohn haben möchte
als einen schüchternen Klavierspieler. Als sie sich
zufällig auf dem Flughafen treffen, machen sie eine
unglaubliche Entdeckung: sie sehen einander so ähnlich,
dass die Stewardess sie prompt verwechselt. Weil die beiden
aus Spaß die Jacken getauscht hatten und Julia auch
noch Martins Brille trägt, fällt nicht einmal
den Elternteilen die Verwandlung ihrer Kinder auf.
Interview "Kinder-und
Jugendfilmkorrespondenz" mit der Regisseurin Ella
Lemhagen >>
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| Langfassung/
Filmkritik: |
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Hin und her,
her und hin fliegen Julia und Martin als süße,
halbnackte Babys juchzend über die Leinwand, auf
der sie wie ein Kaleidoskop bonbonbunte Glassplitter zu
immer neuen Mustern zusammensetzen. Auch heute, zehn Jahre
und ein paar Monate später, fliegen sie immer noch
hin und her, aber jetzt fühlen sie sich dabei wie
ein Paket, das ein Elternteil in regelmäßigen
Abständen in Stockholm aufgibt und entweder wie Julia
zu ihrer Mutter ins südliche Malmö oder wie
Martin zu seinem Vater an die norwegische Grenze schickt.
Aber während Julia wütend auf ihre Mutter ist
und fast noch mehr auf My, die Tochter von deren neuem
Freund Peter, sucht der sensible Martin die Schuld für
die Trennung seiner Eltern in erster Linie bei sich. Er
glaubt, dass sein Vater weggegangen ist, weil er so viel
Klavier spielt und nicht so ist wie andere Jungen, zum
Beispiel wie Joakim und Jonatan, die Söhne von Onkel
Sverkel, die ihn als Mädchen hänseln.
Nein, für Julia und Martin ist die Welt nicht mehr
in Ordnung. Genervt warten sie in der Flughafenlounge
auf die Stewardess, die sie auf ihre Maschinen verteilen
wird, als sie plötzlich erkennen, dass sie einander
ähneln wie eineiige Zwillinge. Weil das aber bei
den verschiedenen Eltern nicht sein kann, sind sie, meint
Julia, „kosmische“ Zwillinge, zwei, die genau
gleich sind und sich wie Glasscherben in einem Kaleidoskop
treffen. Was sie auf die Idee bringt, ihre Tickets und
damit auch ihre Familien zu tauschen ...
Mit „Hin und Her“ verschärft Ella Lemhagen
die seit dem „Doppelten Lottchen“ auch bei
Kindern beliebte Verwechslungskomödie um die amüsante
Variante des Geschlechtertausches. Dabei zeigt sich, dass
Julia sich in ihrer neuen Haut äußerst wohl
fühlt. Ihr gefällt das Landleben bei Martins
gutmütigem Papa Torkel, der in Norrland eine kleine
Schweinezucht hat. Sie findet nicht nur die Schweine süß,
sondern auch ihren Cousin Joakim. Und auch die anderen
finden, dass der neue ‚Martin’ sich trotz
Nagellack und geblümter Unterhose zu seinem Vorteil
verändert hat. Er kennt Witze, weiß sich zu
wehren und bringt alle zum Musizieren, weil er nicht Lust
hat, allein Klavier zu spielen. Die einzige, die in Julia
nicht ihren Martin erkennt ist die Großmutter -
was Torkel und Sverkel als beginnende Senilität große
Sorgen bereitet. In Malmö zweifelt niemand an ‚Julias’
Identität. Alle sind froh, dass sie nicht mehr so
kratzbürstig ist und sich neuerdings sogar mit My
versteht.
Martin aber ist über den Rollentausch alles andere
als glücklich. Er fühlt sich fehl am Platz in
dem bonbonfarbenen Puppenhaus von Kicki, Julias verspielter
Mutter, die aussieht wie eine Barbie-Puppe und auch so
agiert. Und just an diesem Wochenende will sie ihren beschränkten
Muskelmann Peter, der im Fernsehen als Gladiator Pollux
auftritt, heiraten. Weshalb Martin schon gleich nach der
Ankunft sein Kleid für die Hochzeit probieren muss.
Das geht entschieden zu weit. Nach eingehender Beratung
mit dem berühmten Pianisten Roger Wells, der von
seinem Vorbild zu seiner inneren Stimmung mutiert, ruft
er in Norrland an, um alles rückgängig zu machen.
Natürlich passiert noch viel bis zum „happy
end“, das alle Beteiligten um etliche Erfahrungen
reicher bei Kickis und Peters Hochzeit in der Dorfkirche
vereint.
Ella Lemhagen ist eine heitere, absolut kindgerechte Verwechslungskomödie
über ein ernstes Thema gelungen. Ihre doppelbödige
Geschichte über Kinder, deren Eltern sich zu ihrem
Leidwesen getrennt haben, spielt souverän mit den
Rollenerwartungen in höchst unterschiedlichen Milieus
- mit viel Situationskomik, versöhnlichem Humor,
schrägen Einfällen und vergnüglichen Slapstick-Einlagen.
Etwa wenn die Stewardess mit einigen Passagieren in beschleunigtem
Gleichschritt durch das Flughafengebäude marschiert
oder Peter sein „Ja“-Wort für die kirchliche
Trauung übt. Brillant ist Amanda Davin mit ihrem
herrlich verschmitzten Lächeln in der Doppelrolle
von Julia und Martin und auch das Gesicht von Julia Ragnarrsons
My vergisst man so leicht nicht. Dass die Regisseurin
mit „Hin und Her“ nicht die überragende
Qualität ihres unvergessenen Films „Tsatsiki,
Mama und der Polizist“ erreicht, sollte man nicht
verschweigen, aber auch nicht zum Maßstab für
jeden neuen Kinderfilm von Ella Lemhagen machen - Meisterwerke
lassen sich nicht so leicht übertreffen. (Verfasserin:
Uta Beth) |
| Kontaktinformationen |
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| Falls
Sie Interesse an Schulvorstellungen oder Sondervorstellungen
haben:
Filmbüro Augsburg
Frau Ellen Gratza
Schroeckstr. 8
D-86152 Augsburg
Tel.: 0821 / 15 30 78
Fax.: 0821 / 15 55 18
e-mail:
filmbuero@t-online.de
Wir helfen Ihnen gerne weiter! |
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| Das
schwedische Filmplakat! |
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Hin
und Her Filmdaten |
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| Land:
Schweden/Norwegen 2003
Originaltitel: Tur Och
Retur
Format: 35 mm / 1:1,85
Länge: 91 min.
Regie: Ella Lemhagen
FSK: ohne Altersbeschränkung
Darsteller: Amanda Davin,
Jørgen Langhelle, Helena af Sandeberg, Torkel
Petersson, u.a.
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Hin
und Her
Regie: Ella Lemhagen |
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Ella Lemhagen
wurde 1965 in Uppsala geboren. Bereits während ihres
Filmstudiums an der Universität Stockholm konnte
sie einen Kurzfilm für das schwedische Fernsehen
realisieren.
Anschließend studierte Ella Lemhagen in Paris und
Stockholm Filmregie.
Ihr rigoroser Blick auf die Wirklichkeit, verbunden mit
inszenatorischer Fantasie, machte sie zu einer der wichtigsten
schwedischen Filmemacherinnen der Gegenwart, die sich
zwar in der Nachfolge von Ingmar Bergman oder Bo Widerberg
sieht, aber deren Sicht der Dinge den Verhältnissen
der Gegenwart angepasst hat. Nach dem eher pessimistischen
Tenor ihrer früheren Arbeiten zeigte sich Ella Lemhagen
mit TSATSIKI – TINTENFISCHE UND ERSTE KÜSSE
- ihrem dritten Spielfilm - erstmals von einer ganz anderen
Seite.
2003 Tur och retur
2001 Om inte
1999 Tsatsiki, morsan och polisen
Interview "Kinder-und Jugendfilmkorrespondenz"
mit der Regisseurin Ella Lemhagen >>
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"Hin und Her":
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Der Film im Kinderfilmfest Katalog
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