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| Filmfest
Augsburg 2004 |
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24.
Augsburger Kinderfilmfest/
Augsburg Children´s Film Festival: Das
24. Augsburger Kinderfilmfest findet dieses Jahr vom So,
06.03. - So, 13.03.2005 statt. |
Magnifico
Ein kleines Wunder inmitten von Armut
(Ab 8 Jahre) Filmbeschreibung
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Neun Jahre ist Magnifico jetzt alt und seine Familie hat
Großes mit ihm vor. Wie seinem älteren Bruder
Miong soll es ihm einmal besser gehen als seinen Eltern.
Eine gute Schulausbildung, ein anständiger Beruf
– so haben sie sich auch Magnificos Zukunft vorgestellt.
Doch Miongs Karriere im fernen Manila zerschlägt
sich und Magnifico muss erleben, wie sich alle Hoffnung
der Familie auf ein Leben in Wohlstand in Luft auflöst.
Vater und Mutter sind verzweifelt.
Doch das ist nicht seine einzige Sorge. In der Familie
lebt auch Magnificos kleine behinderte Schwester und die
Großmutter, die ihren nahen Tod spürt. Für
alle fühlt er sich verantwortlich. Er erfüllt
seiner Schwester ihren sehnlichsten Wunsch, einmal den
weit entfernten Jahrmarkt zu besuchen.
Für Magnifico sind das alles Probleme und Aufgaben,
die man mit Einfühlungsvermögen und Cleverness
lösen kann. Und wie durch ein Wunder gewinnen auch
Familie und Freunde durch Magnifico ihre verloren geglaubte
Gelassenheit wieder zurück. |
Magnifico
Langfassung/ Filmkritik: |
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Die Geschichte vom kleinen
philippinischen Jungen Magnifico erreicht unmittelbar
die Herzen der Zuschauer, weil sie eines der Hauptdefizite
der modernen, global strukturierten und auf materielle
Effizienz ausgerichteten Welt aufgreift. Es geht um
uneigennützige Liebe, die selbst in ausweglosester
Situation noch einen Moment von Glück zu erzeugen
vermag. In Magnificos unmittelbarem Lebensumfeld sind
so ziemlich alle existenziellen Katastrophen, von
denen Menschen heimgesucht werden, vereint. Die Großmutter
erkrankt unheilbar an Krebs und der Vater fühlt
sich als Versager, weil er durch seine wenigen Gelegenheitsjobs
kaum die materielle Lage der Familie verbessern kann.
Die Mutter ist ob der schwerstbehinderten Tochter
permanent überfordert und der Bruder bringt sich
um die aufrichtige Liebe seiner Freundin, weil er
weniger an das Mädchen als an deren möglichen
Mitgift denkt. Ein Nachbar verbittert angesichts seines
Geizes, andere erscheinen böse, weil sie die
Lebensweise anderen nicht tolerieren können.
Der Junge hat keinerlei Mittel, um eines der
Probleme im herkömmlichen Sinn wirklich lösen
zu können. Doch er beklagt die Umstände
nicht, er nimmt sie, wie sie sind, und er schafft
durch Nächstenliebe Freiräume, die es den
Betroffenen ermöglicht, aus dem individuellen
bedrückenden Kreislauf auszubrechen. Höhepunkt
des Films ist jener Moment, als Magnifico seine behinderte
Schwester zur Kirmes trägt. Jeder Erwachsene
hätte dies tun können, doch keiner war auf
die Idee gekommen. Jetzt, angesichts der glücklichen
Kinder, brechen die Reifen um die Herzen.
Was bis hierhin leicht als Kitsch abzutun gewesen
wäre, bricht der Film auf dramatische Weise.
Magnifico stirbt bei einem Unfall. Er geht, mit ihm
geht der Engel und er hinterlässt eine nachdenklich
gewordene Umgebung und, was noch wichtiger ist und
was die Größe des Films ausmacht, nachdenkliche
Zuschauer. Die Botschaft lebt im Publikum weiter.
Davon zeugen die leuchtenden Augen in den Tränen
des ersten Schocks. Was kann Kino eigentlich mehr
erreichen?
[...] Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede,
doch sie haben weit weniger Trennendes, als man bei
der geographischen Entfernung gemeinhin glauben möchte.
Das Geld, ob vorhanden oder nicht, hat überall
eine zentrale Stellung in der Werte- und Lebensorientierung
eingenommen. Genau hier setzt der Film mit seinen
Fragen an. Magnifico geht mit dem Thema Geld mitnichten
naiv um, für ihn ist es aber nicht der Mittelpunkt
seines Denkens und Handelns. Dadurch kann er unbefangen
und selbstbestimmt agieren. Bertold Brecht stellt
in seinem „Guten Mensch von Sezuan“ die
Frage, ob die schlechte wirtschaftliche Lage die Menschen
zwangsläufig daran hindert gut zu sein. Der Film
„Magnifico“ verneint dies. Er lässt
an das Gute im Menschen glauben und eine solche Botschaft,
wenn sie zumal noch überzeugend vorgebracht wird,
trifft die Sehnsucht vieler.
Die Geschichte erzählt das Leben seines Protagonisten
von dessen Geburt bis zu seinem frühen Tod. Dabei
wird konsequent der Blick des Jungen aufgenommen,
doch es wird keine isolierte Kinderwelt konstruiert.
Es gibt keine geschützten Räume für
Kinder. Sie müssen sich mit den Konflikten im
Alltag auseinandersetzen und dies wollen sie in der
Kunst wiederfinden. „Magnifico“ ist ein
Kinderfilm und gleichzeitig ist er im wahrsten Sinn
ein Familienfilm, der mit seinen reichhaltigen Facetten
alle Generationen anspricht. Möge er in Deutschland
einen Verleiher finden, der es versteht, Vorurteile
zu brechen und ihn angemessen im Kino einzusetzen.
Der Film hat das Potential für ein großes
Publikum.
(Verfasser: Klaus-Dieter Felsmann)
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Fax.: 0821 / 15 55 18
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Wir helfen Ihnen gerne weiter! |
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Magnifico
Filmdaten |
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| Land:
Philippinen 2003
Originaltitel: Magnifico
Format: 35 mm / 1:1,85
Länge: 123 min.
Regie: Maryo J. Delos
Reyes
Darsteller: Jiro Manio,
Lorna Tolentino, Albert Martinez, Gloria Romero, u.a.
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Magnifico
Regie: Maryo J.Delos Reyes |
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Geboren am 12.10.1952
in Manila.Wollte
als Schüler Priester werden, studierte später
Kommunikationswissenschaften. In den
70er Jahren Mitglied einer Studententheatergruppe.
Teilnahme an Schauspiel- und Drehbuchworkshops.Kreativer
Kopf von
Agrix Film, für die er seinen Debütfilm
HIGH
SCHOOL CIRCA ‘65 realisierte.Seither hat er
über 56 Filme,TV-Filme und Theaterstücke
veröffentlicht.
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