Home

Filmtage Augsburg `05

Einleitung/Info
Grußworte
Sonderveranstaltungen
Bilder
Anmeldung/Application
Akkreditierung
Anfahrt / Preise
Impressum
Kontakt
Tage des unabh. Films
Einleitung
Programm
Filme A-Z
Kurzfilmwochenende
Einleitung
Programm
Kinderfilmfest
Einleitung
Grußworte
Die Filme
Der Zeitplan
Cinema of Tomorrow
Einleitung
Teilnehmer(innen)
Programm & Filme
Archiv
Filmtage 2002
Filmtage 2003


Atash / Durst

Israel, Palästina 2004 - Regie: Tawfik Abu Wael - Drehbuch: Tawfik Abu Wael - Darsteller: Hussein Yassin Mahajne, Amal Bweerat, Roba Blal - Fassung: 35mm, CS, OmdUt - Länge: 110 min.

Eine Familie lebt im Nirgendwo, nicht weit vom Dorf. Vater und Sohn verkaufen die Kohle, die die Familie produziert ins Dorf, Mutter und Töchter verlassen den Ort nie.

Ihr Geheimnis schweißt die Familie zusammen und zerstört sie zugleich. Das Publikum wird Teil der komplexen Familienbeziehungen zwischen Liebe und Hass, Einsamkeit und Verschwörung der Gruppe. Während der Vater eine Wasserleitung baut, die er vor einer mysteriösen Gefahr verteidigt, entwickelt seine Familie Durst nach Wasser, Essen, Freiheit, Sex, Erotik, Liebe, Begierde... Durst nach Leben.










Auszeichnungen:

In Cannes 2004 mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet. Vielfach prämiert auf weiteren internationalen Festivals.

Hintergrund:

ATASH ist der erste palästinensische Film, der die inneren Strukturen einer palästinensischen Familie analysiert, ohne den israelisch-palästinensischen Konflikt in den Fokus zu nehmen. Die palästinensische Erzählung schafft den Film, der Konflikt ist in der Atmosphäre des Films zugegen. Die persönliche Art des Regisseurs, sich mit dem Konflikt auseinander zu setzen liegt darin, keine Israelis zu zeigen. Die Produktionskosten für den Film wurden von israelischen Förderanstalten übernommen, weil der Regisseur Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit ist. Die israelische Filmindustrie wird durch private Stiftungen unterstützt, die manchmal auch die Arbeit palästinensischer Filmschaffender fördern. 20% der israelischen Bevölkerung sind Palästinenserinnen und Palästinenser.

Westliche Stiftungen haben die Förderung des Films abgelehnt, da er keine Symbole des Konflikts wie Soldaten und Checkpoints präsentiert.

Regie:

Der 28 Jahre alte Regisseur Tawfik Abu Wael gehört zu den ganz wenigen palästinensischen Regisseuren, die auf der internationalen Szene wahrgenommen werden.

Tawfik Abu Wael studierte in Tel Aviv als Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit Filmregie. Er unterrichtete Schauspiel in Jaffa, arbeitete im Filmarchiv der Universität und seit 1997 als freier Produktionsleiter und Regisseur. Atash wurde mit dem Kritikerpreis FIPRESCI beim Filmfest in Cannes ausgezeichnet, seine streng durchkomponierten, äußerst ästhetischen Bilder spiegeln den engen Rahmen, in dem sich die Familie bewegt.

Pressestimmen:

„Atash“ ist das eindringliche Porträt einer Familie, die an der patriarchalen Gesellschaftsordnung zu zerbrechen droht.
programmkino.de