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Atash / Durst

Israel, Palästina 2004 - Regie: Tawfik Abu Wael - Drehbuch:
Tawfik Abu Wael - Darsteller: Hussein Yassin Mahajne, Amal
Bweerat, Roba Blal - Fassung: 35mm, CS, OmdUt - Länge:
110 min.
Eine Familie lebt im Nirgendwo,
nicht weit vom Dorf. Vater und Sohn verkaufen die Kohle, die
die Familie produziert ins Dorf, Mutter und Töchter verlassen
den Ort nie.
Ihr Geheimnis schweißt die Familie zusammen und zerstört
sie zugleich. Das Publikum wird Teil der komplexen Familienbeziehungen
zwischen Liebe und Hass, Einsamkeit und Verschwörung
der Gruppe. Während der Vater eine Wasserleitung baut,
die er vor einer mysteriösen Gefahr verteidigt, entwickelt
seine Familie Durst nach Wasser, Essen, Freiheit, Sex, Erotik,
Liebe, Begierde... Durst nach Leben.
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Auszeichnungen:
In Cannes 2004 mit dem Kritikerpreis
ausgezeichnet. Vielfach prämiert auf weiteren internationalen
Festivals.
Hintergrund:
ATASH ist der erste palästinensische Film, der die inneren
Strukturen einer palästinensischen Familie analysiert,
ohne den israelisch-palästinensischen Konflikt in den
Fokus zu nehmen. Die palästinensische Erzählung
schafft den Film, der Konflikt ist in der Atmosphäre
des Films zugegen. Die persönliche Art des Regisseurs,
sich mit dem Konflikt auseinander zu setzen liegt darin, keine
Israelis zu zeigen. Die Produktionskosten für den Film
wurden von israelischen Förderanstalten übernommen,
weil der Regisseur Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit
ist. Die israelische Filmindustrie wird durch private Stiftungen
unterstützt, die manchmal auch die Arbeit palästinensischer
Filmschaffender fördern. 20% der israelischen Bevölkerung
sind Palästinenserinnen und Palästinenser.
Westliche Stiftungen haben die Förderung des Films abgelehnt,
da er keine Symbole des Konflikts wie Soldaten und Checkpoints
präsentiert.
Regie:
Der 28 Jahre alte Regisseur Tawfik Abu Wael gehört zu
den ganz wenigen palästinensischen Regisseuren, die auf
der internationalen Szene wahrgenommen werden.
Tawfik Abu Wael studierte in Tel Aviv als Palästinenser
mit israelischer Staatsangehörigkeit Filmregie. Er unterrichtete
Schauspiel in Jaffa, arbeitete im Filmarchiv der Universität
und seit 1997 als freier Produktionsleiter und Regisseur.
Atash wurde mit dem Kritikerpreis FIPRESCI beim Filmfest in
Cannes ausgezeichnet, seine streng durchkomponierten, äußerst
ästhetischen Bilder spiegeln den engen Rahmen, in dem
sich die Familie bewegt.
Pressestimmen:
„Atash“ ist das eindringliche Porträt einer
Familie, die an der patriarchalen Gesellschaftsordnung zu
zerbrechen droht. programmkino.de

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