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Dear Frankie /
Lieber Frankie


Grobritannien 2004 - Regie: Shona Auerbach - Darsteller: Emily Mortimer, Gerard Butler, Jack McElhone, Sharon Small, Mary Riggans, Jayd Johnson - Fassung: 35mm, OmdUt - Länge: 105 min.

Lizzie zieht mit ihrem 9-jährigen Sohn Frankie von Stadt zu Stadt, um sich vor dessen Vater zu verstecken. Diese bittere Wahrheit verschweigt sie Frankie aber und erzählt ihm, sein Vater sei auf Seefahrt auf der HMS Accra.

Als aber genau dieses Schiff in den Hafen des Wohnorts der beiden einlaufen soll, muss Lizzie entscheiden, ob sie Frankie die ganze Geschichte erzählt oder ob sie die Lüge weiterzieht...
Berührend, sensibel und ein Plädoyer für das Leben.

 

Festival:

Cannes 2004 - "un certain regard"

Statement der Regisseurin Shona Auerbach

Erstmals las ich DEAR FRANKIE als Kurzdrehbuch im Jahr 1997. Die Geschichte berührte mich so sehr, dass ich sie nicht mehr aus dem Kopf bekam. Ich empfand sie als ungemein lebensbejahend. Ich war fasziniert davon, wie weit eine Mutter gehen würde, um ihrem Sohn einen Vater zu geben – jenen Vater, von dem sie glaubt, dass er ihn haben wollte und braucht. Interessant fand ich auch, wie sie damit herausfindet, was im Kopf ihres Sohns vor sich geht, und wie diese Lüge tatsächlich eine Lücke in ihrem eigenen Leben ausfüllt. Aber Lügen ziehen immer Komplikationen nach sich. Ich wollte diesen komplexen Themen nachgehen und mehr über die dahinterliegenden Gründe erfahren. Dies sind die Beweggründe, die zu meinem leidenschaftlichen Wunsch führten, diese Geschichte auf die Leinwand zu bringen.

Aufgrund der sensiblen Story und der Qualität des Drehbuchs war eine starke Besetzung das A und O für das Gelingen des Films. Ich hatte Glück, den Luxus zu haben, mit solch wunderbaren und einsatzfreudigen Schauspielern arbeiten zu können, deren Talent mir die Möglichkeit gab, meine Vision zu realisieren.

Die visuellen Elemente spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die richtige Stimmung und Atmosphäre zu erzielen. Mit voller Absicht habe ich alles so unkompliziert und natürlich wie möglich belassen. Meine Inspiration für die Farben und das Licht bezog ich von Künstlern aus der Zeit um die Jahrhundertwende: die Glasgow Boys und die etwas weniger bekannten Glasgow Girls. Mir gefällt an ihren Gemälden, dass sie die besonders harmonischen Schattierungen und das sanfte Licht, wie man sie in Schottland findet, so wunderbar einfangen. Ihre Farbpalette wurde auch die Farbpalette des Films.

Ich war von Anfang an in dieses Projekt verliebt. Die Regiearbeit war für mich eine Reise, die mein Leben verändert hat. Ich hoffe, dass der Film das Publikum berührt, so wie die Geschichte mich berührt hat.