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Willenbrock

Deutschland, 2004 - Regie: Andreas Dresen - Darsteller: Axel
Prahl, Inka Friedrich, Anne Ratte-Polle, Tilo Prückner,
Andrzej Szoda - Nach einem Buch von Christoph Hein - Fassung:
35mm - Länge: 108 min.
Der neue Film von Andreas
Dresen ("Halbe Treppe")! Zu Gast Dramaturgin Laila
Stieler.
Bernd Willenbrock (Axel Prahl) ist Gebrauchtwagenhändler
und hat es zu etwas gebracht. Er weiß das Leben zu nehmen,
ist verheiratet und lässt auch nebenher nichts anbrennen.
Seine Welt scheint ihm sicher und überschaubar. Doch
durch einen brutalen Überfall wird er unerwartet aus
seinen Gewohnheiten gerissen und jeglicher Sicherheiten beraubt.
Verzweifelt versucht er, die Kontrolle über sein Leben
wiederzuerlangen. Mit der Pistole, die ihm sein bester Kunde
schenkt, ändert sich sein Leben.
Mit der Geschichte von Willenbrock, einem Autohändler,
dessen Leben aus den Fugen gerät, erzählt Regisseur
Andreas Dresen mit Humor und Wärme und einem analytischen
Blick für aktuelle gesellschaftliche Umstände von
einer für selbstverständlich angenommenen Sicherheit,
die angreifbar macht und trügerisch ist.
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Literaturverfilmung:
Nach Christoph Heins "Willenbrock" - erschienen
im Suhrkamp Verlag.
Andreas Dresen:
"Kino ist radikal, sowohl
von der Machart her, als auch von den Amplituden der gewählten
Geschichten. Was wir anstreben, ist keine schöne, abgerundete
Ästhetik, sondern Authentizität! Wir wollen deshalb
den Lichtaufwand auf ein Minimum reduzieren, Originalstimmungen
in ihrer Rauheit erhalten. Schauspieler und Laien agieren
gemeinsam. Der Kamera ist es erlaubt, links und rechts des
inszenierten auf das Leben der Stadt zu schauen, die Begegnung
der Wirklichkeit mit dem Fiktiven zu suchen. Keine Schienenfahrten,
keine Kräne, dafür bewegliche Handkamera, statt
im Studio wird ausschließlich an Originalmotiven gedreht
usw.
Die Menschen unserer Geschichten sind wichtiger als Technik,
soziale und poetische Momente stehen über formalem Perfektionismus.
Es geht nicht um die schöne Oberfläche, sondern
um den Herzschlag dahinter. Angesichts einer politischen Entwicklung
in unserem Land, die zu immer stärkerer sozialer Polarisierung
führt, scheint es an der Zeit, sich der harten Realität
des gegenwärtigen Alltags mit den entsprechenden filmischen
Mitteln zu nähern."
Pressestimmen:
Mit dem Film zum gleichnamigen Roman von Christoph Hein bleibt
Regisseur Andreas Dresen der filmischen Gesellschaftskritik
treu. Er fragt nach den Grundsätzen der Gesellschaft
und führt diese an ihrem verletzlichsten Punkt vor -
wenn selbstverständlich angenommene Sicherheit angreifbar
macht. ... Eine Gesellschaftsstudie
und Momentaufnahme, die fesselt und Spaß macht. kino-zeit.de
So eine heitere Tonlage hat man in einem Film von Andreas
Dresen („Halbe Treppe“ 2001) eigentlich nicht
erwartet. Und wenn man die Romanvorlage von Christoph Hein
nicht kennt, hat man sich gerade mit dem Gedanken angefreundet,
dass hier eine amüsante Geschichte von einem Selfmade-Mann
erzählt wird, der unbeirrt mit der Einstellung „was
kostet die Welt“ durchs Leben geht, und davon überzeugt
ist, es auch verdient zu haben, wenn er es sich gut dabei
gehen lässt. arte
Als einer der großen deutschen Regisseure der Nachwendezeit
hat sich Andreas Dresen inzwischen einen Platz im hiesigen
Filmkanon gesichert, den er nicht wieder verlieren wird, wenn
er uns weiterhin solche Filme beschert. Und so optimistisch
kann man schon sein bei einem Autor, der wie kein anderer
auch in den trübseligsten Seiten des grauen Alltags nie
Hoffnung und Menschlichkeit aus den Augen verliert. filmszene.de
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