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Zeit für Veränderungen

Dänemark 2004 - Regie: Lotte Svendsen - Darsteller: Kirsten
Lehfeldt, Waage Sandø, Helle Dolleris - Fassung: 35mm,
OmdUt - Länge: 100 min.
Hier wird von Menschen erzählt,
für die es an der Zeit ist, neue Wege einzuschlagen.
Sei es für den Psychiater, der seinen geliebten Rotwein
im Keller trinken muß, könnte er doch sonst die
Möbel bekleckern; sei es für den allerletzten Marxisten,
der eine Party ausrichtet, zu der dann niemand kommt...
Die innere Leere einer auf Oberflächlichkeit fixierten
Wohlstandgesellschaft auf komisch satirische Weise zu entlarven.
Das ist Lotte Svendsen mit ihrem Film brillant gelungen: Anhand
von vier verbundenen Schicksalen zeichnet sie ein vielschichtiges
Bild des heutigen Dänemark. Da gibt es die schüchterne
Inge, die nach einem neuen Lebensinhalt sucht und sich schließlich
zur Weltmeisterschaft im Pfahlsitzen anmeldet.
Inges Psychiater Erik ist passionierter Rotweintrinker. Doch
darf er seiner Leidenschaft nur im Keller seines Hauses frönen,
weil seine Frau Angst hat, er könne die teuren Möbel
beflecken. Dann ist da noch Svend, der „letzte überlebende
Marxist“, der eine Party organisiert, zu der niemand
kommt. Und IT-Ingenieur Jens vereinsamt in seiner teuren Designerwohnung,
während er heimlich seine Nachbarin Gry anbetet.
Alle diese Menschen treffen sich auf die eine und andere Weise
innerhalb einer Woche und beeinflussen ihre Lebensläufe
gegenseitig. In der grotesken Zeichnung einer Gesellschaft,
der das Mitgefühl abhanden gekommen ist, ist der Film
ebenso überzeugend wie in seinem köstlichen Humor
und seiner warmen Menschlichkeit.
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Regie:
Regisseurin Lotte Svendsen wurde
1968 geboren und ist vielfach künstlerisch tätig.
Vor einem Regiestudium an der Dänischen Filmschule, das
sie 1995 abschloss, schrieb und inszenierte sie für das
dänische Fernsehen. Sie war Autorin und Regisseurin der
Theaterproduktion „Emmas Dilemma“ und hat zahlreiche
Kurzfilme gedreht. Darunter gewann „Royal Blues“
1997 den Großen Preis des Filmfestivals in Odense sowie
einen dänischen Filmpreis „Robert“. Mit der
Tragikomödie „Bornholms stemme“ über
das Leben der Fischer auf der Insel Bornholm drehte sie 1999
ihr Spielfilmdebüt. Dies ist ihr zweiter Film fürs
Kino.
Pressestimme:
Lotte Svendsen versteht es, die bittere Medizin auf Zuckerstückchen
zu servieren. Wenn die tragischen Helden auf ihrer Suche nach
dem Liebesglück, Anerkennung oder Lebenssinn sich in
immer unmöglichere Situationen bringen, darf man lachen.
Aber nie werden die Figuren selbst der Lächerlichkeit
preisgegeben, auch wenn ihr Handeln lächerlich ist. Ihre
Verzweiflung macht sie menschlich, ihre Sehnsucht sympathisch.
So freut man sich über den Silberstreif am Horizont,
der für einige der Helden sichtbar wird. infomedia-sh.de
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