Alpen Film Festival

Die Filme werden live präsentiert! Zusammengestellt von Filmemacher und Autor Tom Dauer zeigen wir ein Programm, das die Vielfalt unserer Alpenbilder und die Werte des Alpinismus widerspiegelt.

Das neue Festival setzt auf die Kraft des Alpinismus sowie auf Kreativität und Filmkunst. Im Fokus stehen fünf Kurzfilme, die den Alpinismus als Lebenseinstellung in den Vordergrund stellen.

Das zentrale Thema der Kino-Tour ist die Leidenschaft für die Berge, die Solidarität über Grenzen hinweg und das Kulturgut Alpinismus. Die Filme erzählen beispielsweise von Freundschaft, Alpinismus zu Kriegszeiten oder von dem natürlichen Lebensraum der Moschus-Ochsen. Spitzen-Alpinisten zeigen dabei ihre verletzliche Seite, große Filmemacher ihre Leidenschaft für die Stille der Arktis. Das Gesamtprogramm ist ein Kaleidoskop des Kulturgutes Alpinismus (Unesco Weltkulturerbe). Die Filme werden live von aktiven Alpinisten, Filmemachern und Buchautoren präsentiert.

Die Filme

LIFELINES: THE STORY OF TWO FRIENDS

"Lifelines" erzählt die Geschichte zweier Ausnahmealpinisten, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet: Roger Schäli und Stephan Siegrist lebten in einer Wohngemeinschaft in Interlaken, als sie ihre ersten großen Begehungen planten. Ihre WG war Basislager und Startrampe für zwei große Profikarrieren. Roger und Stephan wurden erfolgreiche Alpinisten. Ihre Wege jedoch trennten sich, die beiden Freunde entfremdeten sich voneinander. Roger, 42, driftet bis heute zwischen Patagonien und Griechenland und genießt das Leben als endlosen Roadtrip. Stefan, 48, lebt als eidgenössische Alpin-Ikone ein geregeltes Leben mit Haus und Familie. Das Klettern, die Berge, der Alpinismus verbindet die beiden Schweizer jedoch bis heute – „Lifelines“ dokumentiert daher nicht nur eine schwierige Erstbegehung im heimatlichen Berner Oberland, sondern auch die Wiedergeburt einer verloren geglaubten Freundschaft.

BULDING BRIDGES

Hoch über dem Monument Valley, im Heiligen Land der Navajo-Indianer, umkreisen sich zwei Heißluftballons. Es scheint, als würden sie miteinander tanzen, verbunden durch ein schmales Band. Nur wer ganz genau hinsieht, erkennt die Person, die auf der Line balanciert. Der Kurzfilm "Building Bridges" – eine Analogie auf das komplizierte deutsch-amerikanische Verhältnis – erzählt diese Szene aus der Sicht eines alten, einsamen Mannes, dem der Anblick neue Lebensfreude schenkt. Über den eindrucksvollen Film hinaus zeigt das Alpen Film Festival auch das Making Of von "Building Bridges". Mit großer Liebe zum Detail und in atemberaubenden Bildern lässt Regisseur Johannes Olszewski den Zuseher am Entstehungsprozess des Films teilhaben. Das Ergebnis ist eine emotionale Achterbahnfahrt, während der das Team eine Widrigkeit nach der anderen meistert – bis Slackliner Niklas Winter in die Leere zwischen zwei Ballons aufbricht...

IN BETWEEN

Jede einzelne Einstellung ist ein Gemälde. Und jede einzelne Szene dieses Kurzfilms macht deutlich, mit wie viel Zeit, Geduld und Respekt sich Regisseur Rolf Steinmann seinen Protagonisten näherte – Moschusochsen, ebenso stämmige wie stoische Bewohner arktischer Tundren. Um die Paarhufer vor die Kamera zu bekommen, setzte sich der Naturfilmer immer wieder Extremsituationen aus. Steinmann, der im bayerischen Oberland zu Hause ist, drehte bei Temperaturen von minus 40 Grad Celsius, Schneetreiben und eisigem Wind. Der Kameramann, der vor allem für große Naturproduktionen von BBC und Disney Channel arbeitet und mit seiner Arbeit für den Fernsehpreis Emmy nominiert war, betrachtet das Ausgesetztsein in der Natur jedoch nicht als Selbstzweck. Ihm geht es darum, eins mit der Natur zu werden, in die Seele der Tiere einzutauchen. Und so etwas über eine Welt zu erzählen, die in ihrer Existenz bedroht ist.

VOM WERT DER ZEIT

90 Jahre pralles, manchmal hartes, oft abenteuerliches, immer erfülltes Leben. Mit einem filmischen Porträt verneigt sich Autor und Filmemacher Tom Dauer vor einem Mann, der sein Leben den Bergen gewidmet und dabei nie vergessen hat, dass das Bergleben Teil eines Ganzen ist. Vollständig erst, wenn Familie, Freundschaften, Beruf, Weltoffenheit, Neugier und Menschenliebe ihren Platz darin finden. Geboren am 20. September 1930, aufgewachsen in München und den Bayerischen Alpen, beginnt Hermann Huber als 15-Jähriger in der Salewa Lederwarenfabrik GmbH zu arbeiten. Er baut die Sparte Bergsport kontinuierlich aus, bis er 1972 Geschäftsführer wird und als „Mr. Salewa“ international bekannt. Neben seinen beruflichen reiht Hermann klettersportliche Erfolge weltweit aneinander. Das Besondere aber ist: Auch in hohem Alter hat sich Hermann Huber seine Begeisterung, seine Neugier und seinen Tatendrang bewahrt – und ist damit nicht nur zur Alpinlegende, sondern auch zum Vorbild geworden.

SKI VACATION

Der explosivste Skifilm seit Skifilme gedreht werden! Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Mit ihrer grandiosen Actionfilm-Persiflage beweisen die Innsbrucker Filmemacher von Whiteroom Productions erneut, dass sie in der Lage sind, einen ebenso distanzierten wie humoristischen Blick auf ihr eigenes Tun zu werfen: Ein brasilianisches Pärchen verschlägt es ins tirolerische Obergurgl. Dort begegnet man den unbedarften Touristen mit herbem Charme und Schlitzohrigkeit – auch ein idealtypischer Skilehrer darf sich in klassischen Klischees üben. Für den etwas tollpatschigen Freund der hübschen Brasilianerin gestaltet sich die Lage hingegen deutlich schwieriger: Die Platzhirsche der örtlichen Skiszene lassen ihn ordentlich auflaufen. Allerdings hat niemand damit gerechnet, dass der angebliche Exot ein großartiger Skifahrer ist, und so nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung...

DE 2021 - R: Diverse - D: Diverse - FSK: noch nicht bewertet - L: 100 min.

Filmplakat zu "Alpen Film Festival" | Bild: Freudenberg

Aktuell gibt es keine Spieltermine für diesen Film. Bitte schauen Sie bald wieder vorbei.

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